31.7.12 – Das Feuer brennt!

Das Feuer brennt!Die letzten 12 Wochen habe ich für diesen Moment trainiert: das olympische Feuer brennt. Auch beim vierten Mal an einer Eröffnungsfeier war der Einmarsch ins Stadion sehr emotional. Dies ist der wahre Lohn für all die harten Trainingsstunden und verflossenen Schweißtropfen.

Gian Gilli (Chef de Mission) kam auf dem Weg zum Stadion noch auf mich zu und meinte, ob ich mir bewusst sei das ich fast an Stelle von Stanislas Wawrinka zum Fahnenträger erkoren worden wäre? Nach der Abstimmung im Führungsteam hatte Stan scheinbar eine Stimme mehr als ich! Wenn ich den ausfindig mache, der mir seine Stimme nicht gegeben hat ;-) Nein, Spaß beiseite. Stan hat diese Ehre wirklich verdient. Und so konnte ich mit meiner kleinen Obwaldnerfahne ins große Olympiastadion einlaufen. Der Höhepunkt für uns Sportler beinhaltet jeweils das Entzünden des Olympischen Feuers. Dass schlussendlich, nach all den Spekulationen, sieben talentierte aber unbekannte Nachwuchssportler zum Zuge kamen, fand ich eine wunderbare Sache. Und ein tolles Zeichen an alle Nachwuchssportler auf der ganzen Welt.

Nun bin ich wieder zu Hause in der Schweiz und beginne mit der Taperingphase. In dieser reduziere ich Trainingsintensität und –umfang kontinuierlich. So, dass ich am 12.8.12 wie ein wildes Ross voller Energie an der Startlinie stehe. Zum ersten Mal werde ich nun also die Olympischen Spiele von zu Hause aus mitverfolgen. Und werde so sicherlich viel mehr von den Spielen und insbesondere von den Schweizer AthletenInnen mitbekommen. In Sydney, Athen und Beijing zog ich mich nach der Eröffnungsfeier ja jeweils in ein Aussencamp zurück. Und dort hatte man natürlich keinen Zugang zum Schweizer-Fernsehen bzw. den Schweizer-Printmedien. Am 9.8.12 geht’s dann zurück in die Olympiastadt, wo ich hoffentlich auf viele glückliche Schweizer MedaillengewinnerInnen treffen werde!

„Hopp Schwiiz“ und viel Spaß beim Mitfiebern.

Viktor Röthlin